Im Jahr 2026 gab es bis dato einige bedeutsame internationale Ausstellungen und Wettbewerbe, an denen einzelne ArGe-Mitglieder teilnahmen und deren Ergebnisse wird wir hier gerne wiedergeben ganz nach dem ArGe-Motto "EstlandLettlandLitauenPhilatelie, unsere Leidenschaft Marken, Belege, Stempel Ausstellen, Forschen, Veröffentlichen".
Auf der NORDIA 2026 Stamp Exhibition in Espoo / Finnland vom 8.10.5.2026 stellten folgende ArGe-Mitglieder zu Themen des Baltikums aus:
| Aussteller | Land | Exponat | Prämierung |
|---|---|---|---|
| Jaan Roots | Norwegen | Estland, die ersten 10 Jahre 19181928 | 93 Punkte, Gold und Grand Prix International |
| Tuomo Koskiaho | Finnland | Estland 19181940 | 91 Punkte, Gold |
| Ago Papp | Estland | Bahnpoststempel der Estnischen SSR (19451970) | 76 Punkte, GroßSilber |
Insgesamt wurden 33 Rahmen zu 10 Themen von estnischen Teilnehmern ausgestellt, das ist seit langem die größte Anzahl von Rahmen, die bei einer Ausstellung außerhalb Estlands gezeigt wurden.
Unser Mitglied Vesma Grinfelds gewann bei der PIPEX in Portland / USA mit ihrem 128-Seiten-Exponat "Stempeltypen der provisorischen Ära in Lettland 19191921" den Grand Award die höchste Auszeichnung des Wettbewerbs. Sie wird damit nächstes Jahr das erste Mal bei der American Philatelic Society zu den "Champions of Champions" gehören.
Bei der Weltausstellung in Boston / USA vom 23.30 Mai 2026 gab es nur wenige Exponate zu den baltischen Ländern aus den Reihen unserer Mitglieder:
| Aussteller | Land | Exponat | Prämierung |
|---|---|---|---|
| Vesma Grinfelds | USA | Stempeltypen der Provisorischen Ära in Lettland 19191921 | 91 Punkte, Gold, Spezialpreis |
| Vesma Grinfelds | USA | Postvermerke der Postrouten auf dem Gebiet Lettlands als Teil Rußlands 17651858 | 90 Punkte, Gold |
| Antanas Jankauskas | Litauen | Spezialkatalog der Litauischen Briefmarken (19182024) | 85 Punkte, GroßVermeil |
Allen Ausstellern einen herzlichen Glückwunsch!
Übrigens: wer seine Ergebnisse auf unserem Web auch gerne anzeigt haben möchte, muss nur ArGe- Mitglied sein (oder werden) und die Resultate auch an den Webmaster melden!
Eine Ehrung für "Verdienste um Forschung und Literatur" durch den Bund Deutscher Philatelisten (BDPh) wurde als weiteres Novum in der Geschichte des BDPh und der ArGe Baltikum diesmal einer Person zuteil, die weder Deutscher noch Mitglied im BDPh ist: unser Lettland-Fachredakteur Ruud van Wijnen aus den Niederlanden. Er hat nicht durch durch zahlreiche Aktivitäten, Artikel und den Vorsitz der Schwestergesellschaft "Het baltische Gebied", sondern auch durch seine jahrzehntelangen Beiträge zur Philatelie Lettlands in Deutschland maßgeblich zur Erforschung und Dokumentation dieses Sammelgebiets beigetragen.
Für erstmalige Ehrungen gibt es dazu bekanntlich beim BDPh eine Bronze-Anstecknadel mit entsprechender Urkunde, unabhängig vom Grad der erworbenen Verdienste.
Die Ehrung wurde stellvertretend für den BDPh durch den ArGe-Vorsitzenden Torsten Berndt erteilt.
Zur Mitgliederversammlung der ArGe Baltikum kam dieses Jahr gut ein Dutzend Personen zusammen. Das persöniche Treffen und der gegenseitige Austausch war dabei wie immer das Wichtigste, gefolgt von Erwerbsmöglichkeiten neuer Schätze und den Formailitäten der erweiterten Vorstandssitzung und der vereinsrechtlich vorgeschriebenen Versammlung. Die ArGe-Mitglieder können die Ergebnisse der MGV in der BALTIKUM Nr. 22 nachlesen.
Am Vorabend fand wie immer ein erstes "Klönen und Tauschen" statt. Hier stehend im Bild drei der Vorstände: hinten links Martin Bechstedt, 2. Vorsitzender und Fachredaktuer Litauen, Mitte Michael Haslau, Kassenwart und BPP-Prüfer Memel, rechts Torsten Berndt, 1. Vorsitzender (der vierte im Bunde stand hinter der Kamrera).
Wie immer bereicherten auch Fachvorträge den Nachmittag:
Neben der gemeinsamen Vorfreude auf das kommende persönliche Treffen bei der Mitgliederversammlung in Hennef stellte Jaan Roots dieses Mal seltene Paketkarten aus Estland vor, bei denen die Lieferung bei Empfang zu bezahlen war (Nachnahme-Paketkarte / Lunalise Paki Kaart).
Nachfolgend ein Beispiel einer solchen Inlandspaketkarte: der Vordruck wurde bereits 1927 hergestellt und war auch nach der Währungsumstellung von Mark und Penni auf Kroon und Senti am 1.1.1928 weiter in Gebrauch, hier auf einem Paket mit Gewicht (Raskus) 2 kg von Tallinn 5.10.28 zur Gemeindeverwaltung Kaiu mit der Anweisung, bei Lieferung 7 Marka und 75 Penni zu kassieren.
Das orangene Label mit der Inschrift "LUNA / REMBOURSEMENT" wurde auf allen Arten von Nachnahmesendungen verwendet, das im Inland verwendete Label auf dem hellen Papier "59 TALLINN" zeigt die Registriernummer und den Absendeort.
Nach den Angaben auf der Rückseite wurde das Paket am 6. Oktober 1928 empfangen und die Nachnahmegebühr von 7 Mk 75 Pn bezahlt. Der vom Absender veranlasste Stempelabdruck "Paki rikumise juhtumisel loobun kahjutasu nödmisest" bedeutet "Im Fall der Beschädigung des Pakets verzichte ich auf Schadensersatzansprüche". In blau der Empfangsvermerk für das Geld.
Die portorichtige Gebühr betrug vom 1.1.1928 bis 29.2.1940 für das Paket (Kaaluraha) in der 1. Gewichtsklasse (1 bis 5 kg) 1 Mk, die Einschreibgebühr (Tähitusmaks) 10 Pn, die Nachnahmegebühr (Luna) 15 Pn, gesamt 1,25 Mk.
Unser monatlicher Videochat, bei dem jede/r mit Interesse an der Philatelie des Baltiums herzlich willkommen ist, findet an jedem ersten Samstag im Monat um 17 h MEZ statt (mehr technische Informationen dazu hier).
Spezielles Thema: noch keines
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.Dem Zoom-Meeting beitreten mit:
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Seit April 2026 sind die 2007 eingeführten personalisierten Marken (estnisch "minu mark" meine Marke) der estnischen Postgesellschaft, Markenname Omniva, nicht mehr bestellbar. Eine Vorankündigung fand nicht statt, was sich Philatelisten zumindest mit einem Monat Vorlauf gewünscht hätten.
"Der vor einigen Jahrzehnten entwickelte Service war damals innovativ, beliebt und weit verbreitet, doch heute hat die Nutzung stark nachgelassen. Im letzten Jahr wurden solche personalisierten Marken nur noch im Wert von etwa 2.700 Euro bestellt, das sind ca. 50 Bestellungen pro Jahr." erläuterte Katri Laanela, die Leiterin der Postdienste bei Omniva.
Gegen den Vorwurf, nicht genug für die Philatelisten zu tun, wehrte sie sich aber: "Wir suchen nach wichtigen Themen der estnischen Geschichte und Kultur, damit sie erhalten und verewigt werden. In diesem Jahr werden 46 verschiedene Marken zu wichtigen Themen verausgabt. Vor kurzem wurden Marken zu heimischen roten Beeren herausgegeben, die sich unerwarteter großer Beliebtheit erfreuten sogar Influencer in sozialen Medien teilten sie und riefen zum Briefmarkenkauf auf!"
Philatelisten kritisierten die reine Betrachtung von Kostenfaktoren duch Omniva. Philatelie sei zwar Teil der Kultur, aber Omniva beschäftige sich nicht mit international geschätzten Marken, sondern konzentriere sich nur auf Kosten und Gewinn. Omniva:" Wir konzentrieren uns auf Dienstleistungen, die Wert schaffen." Die Vollprivatisierung der Omniva schreitet voran noch ist AS Eesti Post eine Aktiengesellschaft in Staatsbesitz.
Quelle: err.ee/1610001298
Die Gespräche bei diesem Videotreff kreisten zunächst um einige überraschende Ergebnisse bei der Versteigerung einzelner Lose der Sammlung "Mare Baltikum", die in der gerade abgehaltenen Köhler-Auktion erzielt wurden.
Einige Neuerwerbungen von Friedhelm Doell (äußerst seltene Stempel der Post von Displaced Persons), Olaf Hoffmann (aptierte Sowjetpoststempel 1942 und lettische Stempel) sowie eine Fülle von seltenen estnischen Belegen (Oliver Hanschmidt) wurden vorgestellt.
Dieses Einschreiben aus Arensburg auf der estnischen Insel Saaramaa (nicht zu verwechseln mit Ahrensburg nördlich Hamburg) vom 19.04.1919 nach Frankfurt/Main (Ankunft 13.05.1919) fällt auf durch den Zeilenstempel "Kuresaar" nebst Datumstempel und den handschriftlich überschriebenen R-Zettel.
Die 15-Kopeken-Marken im Sechserblock sind sehr selten anzutreffen.
Aus Sicht der Abonnenten von Neuheiten der Estnischen Post verlässt diese gerade den Bereich einer nachvollziehbaren Anzahl von Neuausgaben an Briefmarken. Während immer weniger Briefe geschrieben werden, was zum Abbau der Postämter in ganz Estland im Jahr 2026 auf nur noch 19 führen wird, steigen die Markenausgaben auf einen Betrag von fast 90 € im 1. Quartal 2026 Marketing pur. Sammler zahlen ohne Gegenleistung einer Beförderung und dienen somit nur der Finanzierung der estnischen Post.
Der nachstehende Text erinnert an den Rückzug der Sowjetrussen aus Estland und den Einmarsch der deutschen Truppen ("Reichskommissariat Ober-Ost"), 2 Tage vor erstmaliger Verlesung des Unabhängigkeitsmanifestes und damit der Proklamation der freien Republik Estland am 23.2.1918.
Er wird ergänzt durch die erste Briefmarke der Republik Estland zu 5 Kopeken mit dem Blumenmuster und einen Ersttagsstempel vom 19.12.1918.
Zum Frieden
Am 21. Februar (1918) sandte der deutsche Außenminister von Kühlmann eine Antwort auf das Telegramm des Rates der russischen Kommissare, in dem letztere mitteilten, dass sie die deutschen Bedingungen (des Rückzuges aus Estland) annehmen.
Ein Punkt in der Antwort betrifft auch direkt Estland.
§ 3 besagt: Livland und Estland werden unverzüglich von russischen Truppen und der Roten Garde geräumt. An ihre Stelle tritt die deutsche Polizei, die so lange vor Ort verbleibt, bis die öffentliche Sicherheit und die staatliche Ordnung im Land gesichert sind. Alle Einwohner, die aus politischen Gründen inhaftiert wurden, sind unverzüglich freizulassen.
Unser monatlicher Videochat, bei dem jede/r mit Interesse an der Philatelie des Baltiums herzlich willkommen ist, findet an jedem ersten Samstag im Monat um 17 h MEZ statt (mehr technische Informationen dazu hier).
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Nach einer Kurzinfo über die Philatelia München (siehe separater Beitrag) berichtete Olaf Hoffmann von seinem Besuch auf der FIP-Weltausstellung, die vom 4.8.2.2026 in Dubai stattfand.
Eingang zur Ausstellungshalle mit attraktivem Entree
Olaf als Betreiber eines Gourmet-Blogs liess es sich natürlich nicht nehmen, einige Spitzenrestaurants zu besuchen, hier im "The Link" das von Madame Le Pic, mit atemberaubenden Ausblick auf die Dubaier Hochhauskulisse (links hinten der Burj Khalifa, das höchste Bauwerk der Welt)
Nach dem Artikel von Ruud van Wijnen in der BALTIKUM Nr. 20 über Wertbriefe aus Lettland kramten etliche Mitglieder in ihren Beständen nach vergleichbaren Stücken.
Simon Schütt fand diesen Beleg, der sogar schon am 23.4.1919 versandt wurde, von Talsi in Lettland nach Jena in Deutschland.
Vorderseite
Rückseite
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Es gibt noch Messen mit gutem Publikumszuspruch. Das bewies die Philatelia München am Eröffnungstag. Erst gegen etwa 15 Uhr flauten die Besucherzahlen etwas ab, ein normales Phänomen. Am Sonntag ließ sich der Erfolg zwar nicht wiederholen, doch verraten die Reaktionen der Berufsphilatelisten, dass die Philatelia überdurchschnittlich abschnitt. Diesen Erfolg dürfen sich die Organisatoren des APHV um Wolfgang Lang und Stefan Lutter auf die Fahnen schreiben.
Die Messemannschaft unserer Arbeitsgemeinschaft führte zahlreiche interessante Gespräche mit Besuchern und Kollegen anderer Arbeitsgemeinschaften. Schaut man auf die Größen der Länder, die so viele Einwohner wie München, Hamburg und Berlin haben, ist es immer wieder erstaunlich, wie viele Philatelisten sich mit dem Baltikum zumindest schon mal beschäftigt haben. Das letzte Exemplar des Bahnpost-Buches, das Oliver Hanschmidt vorgelegt hat, konnten wir ebenso verkaufen wie einen Teil der Restbestände unserer Briefmarken auf Privatbestellung zum Vereinsjubiläum. Unsere Messemannschaft bestand dieses Mal aus Friedhelm Doell, Reinhard Heinrich, Olaf Hoffmann, Thomas Löbbering und Torsten Berndt.
Selbstverständlich tauschten wir uns auch untereinander aus und vertieften die Kontakte vornehmlich zu den Aktiven im Raum München. Mit Vertretern der Fachpresse sprachen wir ebenso wie mit Berufsphilatelisten, in deren Angeboten alle Beteiligten das eine oder andere Kleinod für ihre Sammlungen fanden. Der Besuch der Messen, insbesondere der Philatelia München, lohnt sich stets.
Ergänzung zum Bild rechts: Der gezeigte Sonderkatalog des Auktionshauses Köhler zeigt die demnächst zum Verkauf stehende Sammlung "Mare Baltikum". Wir versandten ihn zur Ergänzung des Literaturbestandes an ArGe-Mitglieder, die darum gebeten hatten.
Die Artikel über Wertbriefe aus Estland und Lettland in der BALTIKUM Nr. 20 / 2025 veranlassten Michael Wieneke, in seinen Beständen auch nach Wertbriefen aus Litauen zu schauen. Und siehe da, er wurde fündig:
Hier ein Beispiel: Wertbrief von September 1939 in die Niederlande, Gewicht 17 gr, Wertangabe: 7.500 Litas = 3.750 Goldfranken.
Der Brief ist mit 14,45 Litas freigemacht. Bei einem Brief der 1. Gewichtsstufe beträgt das Porto 0,60 Litas Briefgebühr + 0,60 Litas für das Einschreiben. Für den Versicherungswert von 7500 Litas ist die Versicherungsgebühr und eventuelles Porto für den Siegellack und die Siegelung mangels Literaturangaben nicht nachvollziehbar.
Die Website des verstorbenen Sammlerkollegen Sijtze Reurich aus den Niederlanden ist offline; die ArGe Baltikum wird sich bemühen, die dort gesammelten Informationen zu den Postgebühren zu erhalten.
Für die Fortführung der Stempelnummerierung von Wolfgang Strobel in Bezug auf die Displaced Persons Mail der Britischen Zone wurde Friedhelm Doell empfohlen, eine eigene Nummerierung (mit Bezug auf die Strobel-Nummerierung) zu definieren.
Olaf Hoffmann zeigte einige besondere Neuererwerbungen, u.a. Westarmee-Überdrucke und Belege der Dt. Besetzung in Lettland im 2. Weltkrieg. Eine Ganzsache mit 1.000 Kopeken = 10 Handstempel-Werteindrucken zu je 100 Rubeln, leider gefälscht zum Schaden der Post, aber echt gelaufen (siehe den OCR-Code, das gelbe KB und das rosa A9 auf der Rückseite), vom 19. Januar 1993 für einen Auslandsbrief in die USA zeigt die rasch gestiegenen Postgebühren in Lettland nach Wiedererlangung der Unabhängigkeit und vor der Einführung einer eigenen Währung.
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Spezielles Thema: unter anderem wird Olaf Hoffmann von der Weltausstellung in Dubai (4.6.2.2026) berichten
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Nach einem netten Neujahrsgeplauder zeigte Olaf Hoffmann einige seiner Neuerwerbungen. Neben einem Beleg von einem Ort mit direktem Verwandschaftsbezug (zu dem zukünftig etwas veröffentlicht werden soll) fand u. a. ein Brief des schweizerischen Generalkonsulats von Riga in die Schweiz Interesse. Nach offiziellen Quellen gab es dort bis 1940 ein Konsulat in Riga (aber kein Generalkonsulat). Der rückseitige Stempel belegt jedoch ein solches.
Brief der mit Maschinenschrift in Generalkonsulat geänderten Vertretung der Schweiz in Riga vom 3.11.1938, unten der rückseitige Absenderstempel.
Friedhelm Doell zeigte einige Bankenbriefe aus Estland. Die estnische Staatsbank "Eesti Pank" hatte im Inland wie staatliche Behörden sonst auch das Privileg der Portofreiheit, musste aber die Brief in Listen führen, deren Nummern links unten auf der Umschlagvorderseite zu schreiben waren. Ins Ausland musste jeder Brief der Eesti Pank jedoch frankiert werden.
Andere Banken mussten im Gegensatz zur Eesti Pank jeden Brief, auch im Inland, freimachen.
Brief der Eesti Pank vom 21.VIII.1928, nach der Währungsumstellung von Mark und Penni auf Kroon und Senti, an die "Federal Reserve", die US-amerikanische Zentralbank, und dort an die Bibliothek des "Board of Governors", des 7-köpfigen Vorstands. Diese ist in Washington D.C. angesiedelt; der Brief kam trotz falscher Schreibung des Ortsnamens (mit "deutsch gesprochenem sch") und fehlender Landesbezeichnung aber wohlbehalten dort an.
Die in Tallinn geführten Börsenkurse wurden regelmäßig an andere Nationalbanken gesandt und dort dokumentiert. Da diese Kurse vielfach versandt wurden, wurden sie gedruckt, was auch der Versand als Drucksache ("Trükitöö") belegt.
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