Entstanden aus: Arbeitsgemeinschaft Estland e.V. + Forschungsgemeinschaft Lettland + Forschungsgemeinschaft Litauen e.V. + Nederlandse Filatelistengroep "Het Baltische Gebied"
Seit April 2026 sind die 2007 eingeführten personalisierten Marken (estnisch "minu mark" meine Marke) der estnischen Postgesellschaft, Markenname Omniva, nicht mehr bestellbar. Eine Vorankündigung fand nicht statt, was sich Philatelisten zumindest mit einem Monat Vorlauf gewünscht hätten.
"Der vor einigen Jahrzehnten entwickelte Service war damals innovativ, beliebt und weit verbreitet, doch heute hat die Nutzung stark nachgelassen. Im letzten Jahr wurden solche personalisierten Marken nur noch im Wert von etwa 2.700 Euro bestellt, das sind ca. 50 Bestellungen pro Jahr." erläuterte Katri Laanela, die Leiterin der Postdienste bei Omniva.
Gegen den Vorwurf, nicht genug für die Philatelisten zu tun, wehrte sie sich aber: "Wir suchen nach wichtigen Themen der estnischen Geschichte und Kultur, damit sie erhalten und verewigt werden. In diesem Jahr werden 46 verschiedene Marken zu wichtigen Themen verausgabt. Vor kurzem wurden Marken zu heimischen roten Beeren herausgegeben, die sich unerwarteter großer Beliebtheit erfreuten sogar Influencer in sozialen Medien teilten sie und riefen zum Briefmarkenkauf auf!"
Philatelisten kritisierten die reine Betrachtung von Kostenfaktoren duch Omniva. Philatelie sei zwar Teil der Kultur, aber Omniva beschäftige sich nicht mit international geschätzten Marken, sondern konzentriere sich nur auf Kosten und Gewinn. Omniva:" Wir konzentrieren uns auf Dienstleistungen, die Wert schaffen." Die Vollprivatisierung der Omniva schreitet voran noch ist AS Eesti Post eine Aktiengesellschaft in Staatsbesitz.
Quelle: err.ee/1610001298
Die Gespräche bei diesem Videotreff kreisten zunächst um einige überraschende Ergebnisse bei der Versteigerung einzelner Lose der Sammlung "Mare Baltikum", die in der gerade abgehaltenen Köhler-Auktion erzielt wurden.
Einige Neuerwerbungen von Friedhelm Doell (äußerst seltene Stempel der Post von Displaced Persons), Olaf Hoffmann (aptierte Sowjetpoststempel 1942 und lettische Stempel) sowie eine Fülle von seltenen estnischen Belegen (Oliver Hanschmidt) wurden vorgestellt.
Dieses Einschreiben aus Arensburg auf der estnischen Insel Saaramaa (nicht zu verwechseln mit Ahrensburg nördlich Hamburg) vom 19.04.1919 nach Frankfurt/Main (Ankunft 13.05.1919) fällt auf durch den Zeilenstempel "Kuresaar" nebst Datumstempel und den handschriftlich überschriebenen R-Zettel.
Die 15-Kopeken-Marken im Sechserblock sind sehr selten anzutreffen.
Aus Sicht der Abonnenten von Neuheiten der Estnischen Post verlässt diese gerade den Bereich einer nachvollziehbaren Anzahl von Neuausgaben an Briefmarken. Während immer weniger Briefe geschrieben werden, was zum Abbau der Postämter in ganz Estland im Jahr 2026 auf nur noch 19 führen wird, steigen die Markenausgaben auf einen Betrag von fast 90 € im 1. Quartal 2026 Marketing pur. Sammler zahlen ohne Gegenleistung einer Beförderung und dienen somit nur der Finanzierung der estnischen Post.
Der nachstehende Text erinnert an den Rückzug der Sowjetrussen aus Estland und den Einmarsch der deutschen Truppen ("Reichskommissariat Ober-Ost"), 2 Tage vor erstmaliger Verlesung des Unabhängigkeitsmanifestes und damit der Proklamation der freien Republik Estland am 23.2.1918.
Er wird ergänzt durch die erste Briefmarke der Republik Estland zu 5 Kopeken mit dem Blumenmuster und einen Ersttagsstempel vom 19.12.1918.
Zum Frieden
Am 21. Februar (1918) sandte der deutsche Außenminister von Kühlmann eine Antwort auf das Telegramm des Rates der russischen Kommissare, in dem letztere mitteilten, dass sie die deutschen Bedingungen (des Rückzuges aus Estland) annehmen.
Ein Punkt in der Antwort betrifft auch direkt Estland.
§ 3 besagt: Livland und Estland werden unverzüglich von russischen Truppen und der Roten Garde geräumt. An ihre Stelle tritt die deutsche Polizei, die so lange vor Ort verbleibt, bis die öffentliche Sicherheit und die staatliche Ordnung im Land gesichert sind. Alle Einwohner, die aus politischen Gründen inhaftiert wurden, sind unverzüglich freizulassen.
Unser monatlicher Videochat, bei dem jede/r mit Interesse an der Philatelie des Baltiums herzlich willkommen ist, findet an jedem ersten Samstag im Monat um 17 h MEZ statt (mehr technische Informationen dazu hier).
Spezielles Thema: noch keines
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Nach einer Kurzinfo über die Philatelia München (siehe separater Beitrag) berichtete Olaf Hoffmann von seinem Besuch auf der FIP-Weltausstellung, die vom 4.8.2.2026 in Dubai stattfand.
Eingang zur Ausstellungshalle mit attraktivem Entree
Olaf als Betreiber eines Gourmet-Blogs liess es sich natürlich nicht nehmen, einige Spitzenrestaurants zu besuchen, hier im "The Link" das von Madame Le Pic, mit atemberaubenden Ausblick auf die Dubaier Hochhauskulisse (links hinten der Burj Khalifa, das höchste Bauwerk der Welt)
Nach dem Artikel von Ruud van Wijnen in der BALTIKUM Nr. 20 über Wertbriefe aus Lettland kramten etliche Mitglieder in ihren Beständen nach vergleichbaren Stücken.
Simon Schütt fand diesen Beleg, der sogar schon am 23.4.1919 versandt wurde, von Talsi in Lettland nach Jena in Deutschland.
Vorderseite
Rückseite
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Spezielles Thema: noch keines
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