Entstanden aus: Arbeitsgemeinschaft Estland e.V. + Forschungsgemeinschaft Lettland + Forschungsgemeinschaft Litauen e.V. + Nederlandse Filatelistengroep "Het Baltische Gebied"
Nach einem netten Neujahrsgeplauder zeigte Olaf Hoffmann einige seiner Neuerwerbungen. Neben einem Beleg von einem Ort imt direktem Verwandschaftsbezug (zu dem zukünftig etwas veröffentlicht werden soll) fand u. a. ein Brief des schweizerischen Generalkonsulats von Riga in die Schweiz Interesse. Nach offiziellen Quellen gab es dort bis 1940 ein Konsulat in Riga (aber kein Generalkonsulat). Der rückseitige Stempel belegt jedoch ein solches.
Brief der mit Maschinenschrift in Generalkonsulat geänderten Vertretung der Schweiz in Riga vom 3.11.1938, unten der rückseitige Absenderstempel.
Friedhelm Doell zeigte einige Bankenbriefe aus Estland. Die estnische Staatsbank "Eesti Pank" hatte im Inland wie staatliche Behörden sonst auch das Privileg der Portofreiheit, musste aber die Brief in Listen führen, deren Nummern links unten auf der Umschlagvorderseite zu schreiben waren. Ins Ausland musste jeder Brief der Eesti Pank jedoch frankiert werden.
Andere Banken mussten im Gegensatz zur Eesti Pank jeden Brief, auch im Inland, freimachen.
Brief der Eesti Pank vom 21.VIII.1928, nach der Währungsumstellung von Mark und Penni auf Kroon und Senti, an die "Federal Reserve", die US-amerikanische Zentralbank, und dort an die Bibliothek des "Board of Governors", des 7-köpfigen Vorstands. Diese ist in Washington D.C. angesiedelt; der Brief kam trotz falscher Schreibung des Ortsnamens (mit "deutsch gesprochenem sch") und fehlender Landesbezeichnung aber wohlbehalten dort an.
Die in Tallinn geführten Börsenkurse wurden regelmäßig an andere Nationalbanken gesandt und dort dokumentiert. Da diese Kurse vielfach versandt wurden, wurden sie gedruckt, was auch der Versand als Drucksache ("Trükitöö") belegt.
Unser monatlicher Videochat, bei dem jede/r mit Interesse an der Philatelie des Baltiums herzlich willkommen ist, findet an jedem ersten Samstag im Monat um 17 h MEZ statt (mehr technische Informationen dazu hier).
Spezielles Thema: noch keines
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https://us02web.zoom.us/j/85338222428?pwd=WGpZRXJTZVpnSnB6eHg4Ukx2aFVHdz09
Nach Informationen zur fertig gestellten BALTIKUM 20, die gerade im Druck ist, zeigte Olaf Hoffmann einige bei der Auflösung eines Postamtes in private Hände gelangte Poststempel (siehe Bild).
Privat angebotener Stempel aus Schrozberg (Nähe Bad Mergentheim (D) Abstempelungen sind damit nicht mehr prüfbar, da ihre zeitgemäße Verwendung nicht nachgewiesen werden kann!
Die Unterschiede von US-amerikanischen Experten mit Anerkennung durch den amerikanischen Verband und BPP-Prüfern wurde anhand der erforderlichen Prüfsammlung und des zur Zulassung zu präsentierenden Gerätebestandes erlätert.
Einige Briefe aus den baltischen Ländern wurden gezeigt, darunter die abgebildete Postkarte aus Mõisaküla (Estland) nach Nischni Nowgorod (Sowjetunion, 19321990 genannt Gorki) aus dem Jahr 1931.
Besonders interessant ist die sprachliche Mischung: Absenderstempel eines Mitglieds der internationalen Sammlervereinigung "Liechtenstein" auf deutsch (die Eisenbahnsägerei war wohl die Abteilung, die Schwellen und auch Gebäude der Bahn herstellte) mit estnischem Landesnamen und Anschrift auf russisch.
Postkarte nach Nischni Nowgorod
Fragen zu einem Beleg aus dem Kurland-Kessel konnten nur dahingehend beantwortet werden, dass dazu der Experte Wilhelm van Loo befragt werden sollte, dessen Buch über den "Postverkehr Kurland (19441945)" (siehe auch die Literaturangaben in diesem Web unter "Handbücher Lettland") als einschlägige Fachliteratur gilt.
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Eine ganz außergewöhnliche Werbung machte Hannes Nagel, der Leiter der Philatelieabteilung von Omniva, der estnischen Post, mit einem Artikel über die Arbeitsgemeinschaft Baltikum in der Zeitschrift "Koguja" (Sammler) Ausgabe 02/2025.
Neben einer Beschreibung der Aufgaben und Ziele der ArGe verwies er auch auf die Briefmarken individuell und die Postkarten, die zum 10jährigen Jubiläum der ArGe im Jahr 2025 aufgelegt worden waren.
"Die ArGe Baltikum ist ein gutes Beispiel dafür, wie attraktiv die estnische, lettische und litauische Pilatelie ist. Mehr noch, die Arbeit der ArGe hilft die Postgeschichte und des kulturelle Erbe unserer Region zu dokumentieren und zu verbreiten. Wir können den Beitrag dieser deutschen Vereinigung kaum höher schätzen, die den baltischen Themen eine breite Resonanz verschafft und unsere Postkultur als Teil der europäischen Geschichte präsentiert."
Wir finden: Schöner und wertschätzender kann man wohl kaum ausdrücken, was den Zweck unserer Arbeitsgemeinschaft ausmacht!
Wenn auch Sie als Leser ein Teil dieser Gemeinschaft werden möchten, kontaktieren Sie uns gerne (siehe Seite Impressum oder gleich Mitgliedschaft).
Die Postkarten und individualisierten Marken können Sie natürlich auch von uns bekommen per Post oder auf den Briefmarkenmessen 2026 in München und Ulm am Stand unserer ArGe!