Entstanden aus: Arbeitsgemeinschaft Estland e.V. + Forschungsgemeinschaft Lettland + Forschungsgemeinschaft Litauen e.V. + Nederlandse Filatelistengroep "Het Baltische Gebied"
Per Mail "frisch auf den Tisch" flatterte am 18. Oktober das PDF des Generalkommissars Bruno Crevato-Selvaggi mit den Palmarès-Ergebnissen der FEPA-Welt-Literaturausstellung "Italia 2026" in Rom.
In der Klasse "Digitale Medien 1" = "Investigative Forschung auf dem Gebiet der Philatelie" hat unser Web arge-baltikum.de nicht nur 93 Punkte und eine Goldprämierung erhalten, sondern auch eine Auszeichnung als Klassenbester. Allen Mitwirkenden an den Inhalten ist dabei großer Dank auszusprechen!
Möglicherweise ist die Bewertung ja mit darauf zurückzuführen, dass alle (!) Juroren sich über mehrere Wochen hinweg mit allen Literaturexponaten beschätigt haben und damit die Qualität der Exponate deutlich besser beurteilt werden konnte als das sonst im Juror-Zeit-Einsatz bei Ausstellungen üblich ist.
Leider gelangte unser zweites Exponat, unsere Zeitschrift BALTIKUM, trotz dreimaligem Versand über mehrere Wochen nicht bis zu den Juroren; die letzte, eingeschriebene Sendung traf ebenfalls nicht rechtzeitig ein. Das finden wir sehr schade und müssen das nächste Mal gut überlegen, wie eine rechtzeitige Exponatsankunft gewährleistet werden können.
Im monatlichen Videochat wurde erstmals in der Geschichte der ArGe Baltikum ein Beleg der nach dem 2. Weltkrieg in den USA herausgegebenen lettisch-sprachigen Zeitschrift KOLLEKCIONĀRS ("Der Sammler", Lettisches Sammler-Magazin) gezeigt zwar keine Ausgabe der Zeitschrift selbst, aber ein Brief auf einem Schmuckumschlag mit deren Absenderstempel und einer lettischen Gedenkvignette. Olaf Hoffmann konnte ihn vor kurzem erwerben.
Jaan Roots zeigte Teile einer über Jahrzehnte zusammengetragenen Anzahl von sehr seltenen Belegen aus Estland in ferne Lande auf mehreren Kontinenten bei diesem Treffen mit Schwerpunkt Afrika.
Der hier abgebildete Beleg aus dieser Ansammlung zeigt einen Luftpostbrief von TallinnSadam (=Hafen) 29.10.37 über Berlin-Zentralfughafen 31.10.37 nach Johannesburg in Südafrika. Die Frankatur betrug (im Zeitraum 1.15.193731.3.1939) 25 Senti + Luftpostzuschlag 60 Senti je 5 g Gewicht, hier 240 Senti, also gesamt 2 Krooni 65 Senti.
Unser monatlicher Videochat, bei dem jede/r mit Interesse an der Philatelie des Baltiums herzlich willkommen ist, findet an jedem ersten Samstag im Monat um 17 h MEZ statt (mehr technische Informationen dazu hier).
Spezielles Thema: noch keines
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.Dem Zoom-Meeting beitreten mit:
https://us02web.zoom.us/j/85338222428?pwd=WGpZRXJTZVpnSnB6eHg4Ukx2aFVHdz09
Der Videotalk drehte sich diesmal zu Beginn darum, dass das Michel-Postgebührenhandbuch Deutschland in der aktuell noch gültigen 3. Auflage 2015 offensichtlich nicht immer die korrekten Gebühren der Nachkriegszeit 19451949 darstellt. Die Angaben sind im Zweifelsfall durch weitere Literatur oder Quellen zu überprüfen.
Nach einigen Urlaubserzählungen wurden Neuerwerbungen vorgestellt. Olaf Hoffmann zeigte unter anderem die beiden hier gezeigten Dokumente:
Ein vorphilatelistischer Brief aus Rīga (heute Lettland) nach Fellin (heute Viljandi in Estland) aus dem Jahr 1813 beide Orte damals im Russischen Reich gelegen zeigt neben einem Zeilenstempel zur Aufgabekennzeichnung auf der Rückseite eine sehr schöne Versiegelung mit ineinander verschlungenen Buchstaben, vermutlich den Initialien des Absenders.
Der unten gezeigte Zahlungsbeleg ist eine schöne Verwendung einer Ostland-Aufdruckmarke am 30.9.1942 in Cēsis / Wenden als Frankatur (der Brief wurde so zusammengefaltet, dass die Anschrift und die Marke die Vorderseite bildeten).
Gezeigt wird ein Vorauszahlungsbescheid für Einkommensteuer Nr. 38549 des zuständigen Steuerinspektors auf einem Vordruck der Staatsdruckerei gemäß den Vorschriften des (reichsdeutschen) Generalkommissariats in Rīga vom 5. August 1942. Der geforderte Betrag f ür 1942 beträgt 90, Reichsmark (RM), einzuzahlen bis 10. Oktober sind 45, RM und bis 10. Dezember weitere 45, RM (solche Fristen gibt es auch in Deutschland bis heute).
Die Strafe bei nicht fristgerechter Einzahlung wird in der 2. Spalte gleich mit angegeben: 10, RM.
Der Betrag wurde offensichtlich nicht rechtzeitig bezahlt. In der rechten Spalte wird der Empfang von 90, RM Steuer zuzüglich 10, RM Verspätungszuschlag = 100, RM Gesamtbetrag quittiert.
Unser monatlicher Videochat, bei dem jede/r mit Interesse an der Philatelie des Baltiums herzlich willkommen ist, findet an jedem ersten Samstag im Monat um 17 h MEZ statt (mehr technische Informationen dazu hier).
Spezielles Thema: noch keines
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